Meghan Markle: Die meistgegooglete Schauspielerin 2016

 In U.S.
Bis vor kurzem war Meghan Markle nur Fans der Anwaltsserie «Suits» bekannt. Dann traf sie Prinz Harry – und wurde zur meistgegoogelten Schauspielerin 2016. Jetzt dürfte der Rummel um sie extrem zunehmen.

(dpa) «Ich bin eine Schauspielerin, Autorin, Herausgeberin meines Lifestyle-Labels ‹The Tig›, eine ziemlich gute Köchin und ich glaube an handschriftliche Briefchen.» So beschrieb sich Meghan Markle einmal in der Zeitschrift «Elle» selbst. Das alles zusammen male «ein ziemlich solides Bild» von ihr.

«Eine ziemlich gute Köchin»: Prinz Harry und Meghan Markle am 27. November 2017, dem Tag der Bekanntgabe ihrer Verlobung, vor dem Kensington-Palast in London. (Bild: Facundo Arrizabalaga / Epa)

«Eine ziemlich gute Köchin»: Prinz Harry und Meghan Markle am 27. November 2017, dem Tag der Bekanntgabe ihrer Verlobung, vor dem Kensington-Palast in London. (Bild: Facundo Arrizabalaga / Epa)

Eine Weile traf das auch zu: Markle war eine eher mittelmässig erfolgreiche Schauspielerin, die hauptsächlich durch die Anwaltsserie «Suits» bekannt wurde. Als dann jedoch der Buckingham-Palast im Herbst 2016 ihre Beziehung mit Prinz Harry bestätigte, wurde Markle zur meistgegoogelten Schauspielerin des Jahres.

Geboren wurde Markle 1981 in Los Angeles. Ihr Vater ist weiss, ihre Mutter Afro-Amerikanerin, was sie mit vielen Vorurteilen konfrontiert und ihr Leben manchmal nicht einfach gemacht habe, schrieb Markle in der «Elle». Mit Bestätigung der Beziehung zu Prinz Harry sah sich der Buckingham-Palast gezwungen, gleichzeitig zu verurteilen, dass Harrys Freundin zum Ziel von «Schmähung und Belästigung» in einigen Medien geworden sei. Auch von «Sexismus und Rassismus» gegenüber der inzwischen 36-Jährigen war die Rede. Markle selbst sagt, sie sehe sich inzwischen als «starke und von sich selbst überzeugte Frau gemischter Herkunft».

Die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle ist Prinz Harry noch bevor er zu Ende sprechen konnte ins Wort gefallen. «Ja», habe sie gerufen und ist dem knienden Prinzen in die Arme gefallen. Dabei war es nicht ihr erster Antrag. Markle war von 2011 bis 2013 mit dem Talent-Manager Trevor Engelson verheiratet. (Bild: Matt Dunham/AP)
Aber das ist dem Paar und scheinbar auch der Queen egal. Am Sonntag haben sie offiziell ihre Verlobung bekannt gegeben. Die Fotografen warteten geduldig auf das erste offizielle Bild des Paares. (Bild: Facundo Arrizabalaga/EPA)
Stolz zeigte Meghan Markle ihren Verlobungsring. Der Prinz sei «thrilled », also «beigeistert», sagte er auf die Frage von Journalisten, wie er sich nach der Bekanntgabe fühle. (Bild: Toby Melville/REUTERS)
Auch in anderen Königshäusern ist es kein Hindernis mehr, wenn die Braut schon einmal verheiratet war oder bereits ein Kind hat. Letizia von Spanien war vor Philipp schon einmal verheiratet und Mette-Marit, Kronprinzessin von Norwegen, brachte ein Kind mit in die Ehe. (Bild: Imago)
Das Paar hat sich im Juli letzten Jahres kennengelernt, erzählen sie in einem Interview. Danach fuhren sie gemeinsam auf eine Reise nach Botswana und kamen sich dort näher. (Bild: Facundo Arrizabalaga/EPA)
Meghan Markle ist vor allem Dank ihrer Rolle als Rachel Zane in der Fernsehserie «Suits» bekannt geworden. Genau wie Prinz Harry engagiert sie sich in sozialen Projekten. Im Auftrag der Vereinten Nationen setzt sie sich für Gleichberechtigung und die Stärkung von Frauenrechten ein. (Bild: Facundo Arrizabalaga/EPA)
Während der ersten Monate hielten sie ihre Beziehung noch geheim. Dann bekam die Öffentlichkeit Wind davon. Diese erste Zeit sei besonders schön gewesen, sagte die Schauspielerin in einem Interview. (Bild: Alastair Grant/AP)
In London ist die Nachricht eine Sensation und in vielen Zeitungen die Top-Story. (Bild: Darrin Zammit Lupi/Reuters)
Am Tag der Verlobungs-Verkündung finden sich viele Touristen vor dem Buckingham Palace ein und machen Selfies von sich. (Bild: Darrin Zammit Lupi/Reuters)
Prinz Harry habe den Antrag in seinem Cottage in London gemacht, als die beiden gerade ein Poulet vorbereitet haben, erzählen sie in einem Interview. (Bild: Neil Hall/EPA)
Der Stadtausrufer zeigt die Verkündung auf einer altmodischen Tafel. (Bild: Neil Hall/EPA)
Meghan Markle verriet im Interview, dass eine gemeinsame Freundin die beiden verkuppelt habe. Ihren Namen wollten sie aber nicht preisgeben, um ihre Privatsphäre zu schützen. Markle sagte, sie sei sich nicht bewusst gewesen, wie berühmt Prinz Harry ist. (Bild: Darrin Zammit Lupi/Reuters)
Meghan Markle und ihre Mutter Doria Ragland bei den «Invictus Games» in Toronto, Kanada. Markles Mutter ist Afro-Amerikanerin und arbeitet als Yogalehrerin, Schmuckdesignerin und Sozialarbeiterin in Los Angeles. Markles Vater, Doria Tom Markle, ist weisser Amerikaner und arbeitet als Beleuchter am Set einer TV-Serie. Meghan Markle hat das Thema, als Mischlings-Kind aufgewachsen zu sein, offen in vielen Interviews angesprochen. (Bild: Mark Blinch/Reuters)
Markles Mutter wurde oft für ihre Nanny gehalten. Rassismus ist bis heute in den USA ein grosses Problem. Hier sind Prinz Harry und Meghan Markle bei einem Rollstuhl-Tennisturnier zum ersten Mal gemeinsam in der Öffentlichkeit zu sehen. (Bild: Nathan Denette/The Canadian Press/AP)
Meghan Markle bei den «Invictus Games» in Toronto. Die Schauspielerin ist 36, drei Jahre älter als Prinz Harry. (Bild: Mark Blinch/Reuters)
Die Hochzeit zwischen Prinz Harry und Meghan Markle ist im kommenden Frühling geplant. (Bild:Evan Agostini/Invision/AP)
Im November hatte Prinz Harry in einem Statement die rassistischen Äusserungen und herabsetzenden Bemerkungen über seine Freundin verurteilt. Im gleichen Zug hat er die Beziehung bestätigt. (Bild: Matt Sayles/AP)
Zu Prinz Harrys zwei ernsten Beziehungen vor Markle gehört die Schauspielerin Cressida Bonas. (Bild: Lionel Cironneau/AP)
Als seine erste Freundin ist Chelsy Davy bekannt. (Bild: Scott Heppell/AP)
Viele sagen, Meghan Markle habe Ähnlichkeit mit der Frau von Prinz Harrys Bruder William und deren Schwester, Pippa Middleton. (Bild: Kirsty Wigglesworth/AP) Zum Artikel

Prinz Harry konnte den Verlobungsantrag kaum zu Ende bringen

«Handschriftliche Briefchen sind eine verloren gegangene Kunstform»

Markles Mutter arbeitete als Sozialarbeiterin, ihr Vater als Beleuchtungsspezialist beim Fernsehen. Markle ging in Los Angeles zur Schule und studierte dann im amerikanischen Gliedstaat Illinois. Bald bekam sie erste kleine Rollen in Film und Fernsehen, unter anderem in den Serien «General Hospital» und «90210». Die Anwaltsserie «Suits», in der sie seit 2011 mitspielte und wo sie nun ausstieg, war ihr erster grösserer Gig. Für die Rolle zog sie in die kanadische Metropole Toronto. Markle war bereits mit einem Filmproduzenten verheiratet. Vor etwa vier Jahren liess sie sich von ihm scheiden.

Eine Weile finanzierte Markle ihr Leben mit ihrer schönen Handschrift, etwa für Hochzeitskarten, wie sie einmal in einem Interview sagte. «Handschriftliche Briefchen sind eine verloren gegangene Kunstform. Als ich meinen ersten TV-Job bekommen habe, hat mein Vater mir einen Brief geschrieben, den ich immer noch habe. Der Gedanke, dass jemand sich die Zeit nimmt, mit einem Stift etwas auf Papier zu schreiben, ist sehr besonders.»

Viele Freunde durch perfekte gebratene Hühnchen

Vor einigen Jahren begann sie, sich für Frauenrechte einzusetzen – inzwischen macht sie das auch im Auftrag der Vereinten Nationen. 2013 startete sie ihren Lifestyle-Blog «The Tig» und schrieb über Mode, Essen, Schmuck, Frauenrechte, Politik und das Leben im Allgemeinen. Essen und Kochen gelten als ihre Leidenschaften. «Es gibt nichts so Leckeres und Beeindruckendes wie ein perfekt gebratenes Hühnchen», sagte sie einmal in einem Interview. «Ich bringe das zu Dinner-Einladungen mit und mache mir damit viele Freunde.»

Im April gab Markle «The Tig» plötzlich auf. «Es ist Zeit, ‹Auf Wiedersehen› zu sagen», schrieb die Schauspielerin – ohne einen wirklichen Grund für das Ende des Blogs zu nennen. Beobachter interpretierten das sofort als Hinweis auf eine bevorstehende Hochzeit mit Prinz Harry, die Markle dazu veranlasse, sich privater zu geben und auf andere Dinge zu konzentrieren.

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