Elon Musk mit Mini-U-Boot eingetroffen

 In U.S.
Vier Jungen und ihr Trainer müssen weiter in der Höhle in Thailand ausharren. Während die Vorbereitungen für weitere Rettungsaktionen auf Hochtouren laufen, bekommt die Mannschaft Unterstützung von einem bekannten Unternehmer.

Nach dem Hilfsangebot von Elon Musk für die in der Höhle in Thailand eingeschlossenen Jungen ist der US-High-Tech-Pionier nach eigenen Angaben in dem südostasiatischen Land eingetroffen. “Gerade von Höhle 3 zurückgekommen”, schrieb Musk am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

“Für den Fall, dass es benötigt wird”, habe er sein Mini-U-Boot für die Rettung der noch in der Höhle festsitzenden Jungen bereitgestellt. “Lasse es hier, falls es in Zukunft von Nutzen sein kann”, twitterte Musk über das U-Boot namens “Wild Boar” (Wildschwein) in Anlehnung an den Namen der Fußballmannschaft, der die eingeschlossenen Jungen angehören. Auf Instagram veröffentlichte Musk ein Video der überschwemmten Höhle im Norden Thailands mit Rettungskräften.

Derzeit sitzen noch vier Jungen und ihr Betreuer fest, jetzt schon seit 17 Nächten. Der Weg nach draußen beträgt fast vier Kilometer. Seit Sonntag gelang es den Tauchern nach und nach, acht Jungen in Sicherheit zu bringen.

Höhle 3 liegt rund zwei Kilometer vom Eingang zum Höhlennetzwerk entfernt und dient den Rettungskräften als Basis. Die vier noch eingeschlossenen Jungen und ihr ebenfalls noch festsitzender Trainer warten rund zwei Kilometer weiter im Innern des Höhlennetzwerks auf Rettung. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Musks U-Boot zum Einsatz kommen soll.

Nach Angaben von Musk handelt es sich um ein winziges U-Boot in Kindergröße. Es sei leicht genug, um von zwei Tauchern getragen zu werden, äußerst robust und überdies klein genug, um durch enge Lücken zu kommen. Ein Insasse müsse nicht schwimmen oder mit Sauerstoffflaschen umgehen können. Musk veröffentlichte ein Video, in dem Taucher das U-Boot in einem Pool in Los Angeles testen.

Vorbereitungen für neue Rettungsaktion laufen

Derweil haben die letzten Vorbereitungen für eine neue Rettungsaktion begonnen. Spezialtaucher wollen am Dienstag einen neuen Versuch unternehmen, weitere fünf Mitglieder der eingeschlossenen Fußball-Mannschaft aus einer überfluteten Höhle zu retten. 

Die Rettungsaktion ist auch ein Kampf gegen die Zeit. Am Dienstag regnete es in der Region an der Grenze zu Myanmar wieder heftig. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Befürchtet wird, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle schnell steigen könnte. Möglicherweise wird am Dienstag deshalb versucht, alle restlichen fünf Eingeschlossenen ins Freie zu holen. Offiziell gab es dafür von Seiten der Behörden keine Bestätigung.

Thailand, Mae Sai: Die Jungen einer Fußballmannschaft, die in einer Höhle in Thailand eingeschlossen sind: Vier Jungen wurden am Sonntag bereits von Tauchern gerettet und sind im Krankenhaus zur Behandlung. (Quelle: dpa)Thailand, Mae Sai: Die Jungen einer Fußballmannschaft, die in einer Höhle in Thailand eingeschlossen sind: Vier Jungen wurden am Sonntag bereits von Tauchern gerettet und sind im Krankenhaus zur Behandlung. (Quelle: dpa)

Die Rettungsaktion am Montag dauerte demnach etwa neun Stunden, das seien zwei Stunden weniger als am Vortag gewesen. Das liege am Wetter, aber auch daran, dass man mehr Erfahrung gesammelt habe, hieß es. Die vier geretteten Jugendlichen sind am Montag per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie sollen wohlauf sein. Das teilten die Behörden auf einer Pressekonferenz mit. 

Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non, wo das Team am 23. Juni von Wassermassen überrascht wurde, liegt ganz im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar. Die geretteten Kinder werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt.

Noch am Montag sollten die ersten Jungen Besuch von ihren Familien bekommen. Allerdings müssen sie nach den zwei Wochen in fast kompletter Dunkelheit äußerst vorsichtig wieder ans normale Leben herangeführt werden. Zunächst einmal sollen sie von Ärzten aufs Gründlichste untersucht werden. Befürchtet wird, dass auch die Psyche Schaden genommen haben könnte.

Die Höhle soll weiterhin teilweise überflutet sein, das Wasser aber gesunken. Der Wasserstand und das Wetter seien weiterhin gut, hieß es auf der Pressekonferenz nach der zweiten Rettungsaktion. 

“Es war superdunkel”

Klassenkameraden der Jungen hoffen derweil auf ein baldiges Wiedersehen mit ihren Freunden. “Wir werden gemeinsam gegrilltes Schweinefleisch essen”, sagte Pansa Sompienjai (15). Er freue sich darauf, wieder mit seinen Freunden Fußball zu spielen. “Sie sollen sich außerdem beeilen, denn wir haben sehr viele Hausaufgaben.”

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